Dein Ergebnis nach diesem Kurs
- Du baust ein praxisfähiges SQDC-Board (mit klarer Abweichungslogik) auf.
- Du machst Standards, Ziele und Probleme sichtbar – ohne Reporting-Bürokratie.
- Du führst kurze, wirksame Routinen (Standup, Eskalation, Maßnahmen) ein.
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Empfohlen: GPQ → Prozess-Qualität
VPM – Visuelles Produktionsmanagement
Kurzbeschreibung
In diesem Kurs lernst du, wie du mit visuellem Produktionsmanagement Transparenz, Geschwindigkeit
und Stabilität in deiner Fertigung deutlich erhöhen kannst. Statt auf Excel-Reports und Meetings „im
stillen Kämmerlein“ zu setzen, machst du den aktuellen Status von Prozessen, Kennzahlen und
Abweichungen direkt im Shopfloor sichtbar – für alle Beteiligten.
Du erfährst Schritt für Schritt, wie du Kennzahlen-Boards, tägliche Shopfloor-Meetings,
Andon-Systeme, visuelle Standards, Materialfluss-Visualisierung sowie Qualitäts- und
Sicherheitsaspekte zu einem stimmigen Gesamtsystem verbindest. Der Fokus liegt konsequent auf
Praxis: einfache, robuste Lösungen, die du in deinem Bereich wirklich umsetzen kannst.
Was du in diesem Kurs lernst
- den Zweck und die Prinzipien von visuellem Produktionsmanagement klar zu erklären,
- relevante Kennzahlen auszuwählen und wirksame Performance-Boards im Shopfloor aufzubauen,
- tägliche Shopfloor-Meetings mit klarer Agenda und Eskalationslogik zu gestalten,
- Andon-Systeme und visuelle Störungssteuerung so einzuführen, dass wirklich reagiert wird,
- Materialfluss und Nachschub (Kanban, FIFO, Stellplätze) visuell zu organisieren,
- visuelle Standards für Arbeitsplätze, Qualität, Sicherheit und Ergonomie zu entwickeln,
- Abweichungen sichtbar zu machen und systematisch in Problemlösung zu überführen,
- den Reifegrad deines Bereichs einzuschätzen und eine Roadmap für VPM aufzubauen,
- den Aufbau eines eigenen VPM-Mini-Projekts bis zum Abschluss mit Zertifikat zu planen.
Zielgruppe
- Produktionsleiter:innen, Schichtführer:innen, Teamleiter:innen im Shopfloor,
- Lean- und KVP-Verantwortliche, Industrial Engineers, Prozess- und Qualitätsingenieur:innen,
- Logistik- und Materialfluss-Verantwortliche, die ihre Abläufe transparenter und stabiler gestalten wollen,
- alle Fach- und Führungskräfte, die visuelles Management nicht nur „schön machen“, sondern wirksam einsetzen möchten.
Voraussetzungen
- Grundverständnis von Produktion / Fertigung / Logistik (Shopfloor-Erfahrung von Vorteil),
- Basiswissen in Lean Management ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung,
- Bereitschaft, im eigenen Bereich ein kleines Praxisprojekt oder konkrete Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen.
Kursinhalte (Lektionsübersicht)
- L01 – Grundlagen des visuellen Produktionsmanagements
Was ist visuelles Produktionsmanagement, warum ist es mehr als „bunte Tafeln“, und welche Rolle spielt Transparenz im Lean-System?
- L02 – Kennzahlen & visuelle Performance-Boards im Shopfloor
Auswahl relevanter Kennzahlen, Aufbau strukturierter Boards (z. B. SQDCP), Plan/Ist-Vergleich und Maßnahmensteuerung.
- L03 – Tägliche Shopfloor-Meetings & Eskalationsstufen
10–15-minütige Daily-Meetings, klare Agenda, Rollen und Eskalationslogik – vom roten Signal zur Entscheidung.
- L04 – Andon-Systeme & visuelle Störungssteuerung
Andon-Leuchten, Signale, Reaktionsketten und die Verknüpfung mit Kennzahlen und Problemlösung.
- L05 – Visuelle Standards & Arbeitsplatzgestaltung
5S, Standardarbeit, visuelle Arbeitsplatzgestaltung, ergonomische und klar strukturierte Arbeitsplätze.
- L06 – Visual Management für Materialfluss & Nachschub
Stellplatzlogik, Kanban, FIFO, Bestandsvisualisierung und Nachschubsteuerung im Fluss.
- L07 – Visuelle Steuerung von Abweichungen & Problemlösung
Abweichungen sichtbar machen, Problemlösungsstandard (z. B. 5-Why / A3-Light), Maßnahmenlisten und Status-Visualisierung.
- L08 – Visuelles Management für Qualität & Fehlerprävention
Poka-Yoke, visuelle Prüfpunkte, Gut/Schlecht-Beispiele und Integration von Qualität ins Visual Management.
- L09 – Visuelles Management für Sicherheit & Ergonomie
Gefahrenzonen, Verkehrswege, PSA, ergonomische Leitlinien und Integration in Shopfloor-Boards und Routinen.
- L10 – Umsetzung & Roadmap für Visuelles Produktionsmanagement
Reifegradmodell, Pilotierung, Standardisierung, Rollout in Wellen und Messung des Fortschritts.
- L11 – Abschluss & Zertifikat
Reflexion, persönliche Standortbestimmung, Umsetzungsziele, Mini-Projekt / Praxisfall und Kriterien für den Kursabschluss.
Abschluss & Zertifikat
Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Lektionen und der definierten Abschlussanforderungen
(z. B. kurzer Wissenstest und dokumentiertes Mini-Projekt) erhältst du ein
Zertifikat „Visuelles Produktionsmanagement (VPM)“.
Das Zertifikat dokumentiert, dass du die Inhalte verstanden, auf deinen Bereich übertragen und
mindestens eine konkrete VPM-Maßnahme umgesetzt hast.